Weihnachten

Liebe Mitglieder, liebe Selbstvertreter*innen, liebe Eltern, Angehörige und Freunde der Lebenshilfe Aschaffenburg e.V., 

Sicher warten Sie schon auf die Weihnachtsausgabe unseres Blinklichts. Leider ist es uns dieses Jahr aber nicht möglich gewesen, eine weitere Ausgabe vorzubereiten und zu drucken. Der Wechsel in der Öffentlichkeitsarbeit und die Umverteilung von Aufgaben mussten erst einmal zur Routine werden. Frau Hermann, die einige Jahre im Dienst unserer Öffentlichkeitsarbeit tätig war, hat unsere Lebenshilfe zum September 2021 verlassen und Frau Hennl ist an ihre Stelle getreten. Wir werden auch der Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft mehr Aufmerksamkeit widmen.

Dieses Jahr hat uns ja weiterhin sehr im Griff, was die Pandemie und die Vorsichtsmaßnahmen betrifft. So wird es leider auch nächstes Jahr erst einmal weitergehen. Wir alle gehen durch eine Zeit, die uns vor große Herausforderungen stellt und unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat. Was gestern noch Normalität war, ist heute teilweise in weite Ferne gerückt. Träume und Wünsche müssen oftmals immer noch hinten angestellt werden.

In einer Pandemie gilt es zusammenzuhalten. Genau das tun wir in der Lebenshilfe und werden es uns auch für Zukunft hoffentlich erhalten können. Es gilt nun noch die Durchhalteparole und ein Hoffen auf ein gutes, besseres Jahr 2022. Ein Jahr, in dem man vielleicht das eine oder auch andere wieder nachholen kann, wo man wieder Begegnungen erlebt, wo Menschen sich völlig normal versammeln und ohne Angst vor Ansteckung persönlich in Austausch treten können. Bleiben Sie, bleiben wir zuversichtlich.

Was mich in diesem Jahr auch persönlich berührt, sind die Verabschiedungen aus einem langen und erfolgreichen Arbeitsleben im Dienste unserer zu Betreuenden und somit unserer Lebenshilfe. Sie fanden ohne großes Drumherum still und in kleinerem Rahmen statt. Ich denke da an Herrn Germer, der über 30 Jahre unsere Lebenshilfe als Fachlicher Leiter begleitet hat, aber auch an Herrn Hübner, dem Leiter der Tagesförderstätte in Stockstadt. Die Nachfolge von den beiden sehr bekannten Gesichtern unserer Lebenshilfe wurde aber im Vorfeld wohl überlegt gesichert. Mit Herrn Stoll als Fachlichem Leiter und Herrn Beeger als neuem Leiter der Tagesförderstätte sehen wir der Zukunft optimistisch entgegen. Es geht immer alles weiter. Das lehrt uns auch die Geschichte.

Wie Ihnen sicher teilweise bekannt, wurde im Zuge unserer Mitgliederversammlung im November 2021 ein neuer Vorstand gewählt. Was mich dabei besonders erfreut hat, ist die deutliche Verjüngung und somit ein Zeichen, dass es weiter geht. Das ist nämlich nicht in jeder Lebenshilfe der Fall. Es ist generell nicht mehr so leicht, Ehrenämter zu besetzen. Da ergeht es einer Lebenshilfe nicht anders als anderen Vereinen. Mit Frau Schöffel habe ich eine neue Stellvertretung und wir beide bilden ein sich ergänzendes und sehr gutes Team. Frau Rosenberger bleibt Protokollführerin und Herr Messner ist nun der neue Schatzmeister geworden. Auch er ist, wie sein Vorgänger Herr Schäfer, im Bankwesen unterwegs und hat unser vollstes Vertrauen. Neu auf den Posten der Beisitzer*innen sind nun Frau Dr. Petra Koch, selbst Mutter einer Tochter mit Behinderung, Herr Gustav Schleicher, der Enkelsohn der Gründerin unserer Lebenshilfe (Frau Marielies Schleicher!) sowie Herr Boris Brückner, Vater eines Sohnes mit Behinderung und Mitglied im Elternbeirat der IKT Mömbris. Mit Herrn Brückner erhalten wir uns auch die Nähe zu Eltern im Bereich Alzenau, wo wir auch künftig mit einer Beratungsstelle vertreten sein werden. Auch das ist ein neuer Meilenstein in unserer Geschichte.

Zu meiner Person sei noch gesagt, dass ich im Zuge der Mitgliederversammlung des Landesverbands der Lebenshilfe Bayern im September in Amberg ebenfalls erneut in den Vorstand gewählt wurde.
Auf der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Lebenshilfe in Berlin konnte ich mich mit einem Statement einbringen. Es ging in dem Statement darum, dass eine Lebenshilfe sich immer wieder an ihre Wurzeln erinnern sollte. Inklusion geht nicht nur nach oben, sondern fängt ganz unten an. Gemeinsame Wege finden und niemanden auf dem Weg zurücklassen. So bin ich und so sind meine Gedanken. Bei allem Vertrauen zu den Selbstvertreter*innen, die auch in ihrem Handeln aufgebaut und gestärkt werden müssen, darf man die Eltern in der Lebenshilfe nicht vergessen. Es gibt Betroffene, die die Stimme der Eltern als Unterstützung brauchen. In Zeiten einer Pandemie wurde das auch teilweise offensichtlich. Die Lebenshilfe ist und bleibt ein Elternverband und zunehmend aber auch Angehörigenverband, denkt man hierbei an die Umbenennung des Elternrates unter dem Dach der Bundesvereinigung in Rat der Eltern und Angehörigen.

Wie Sie sehen, trotz Pandemie waren die letzten Monate für unsere Lebenshilfe auch erfolgreich. Wir gehen mutig voran, haben neue Ideen im Kopf und freuen uns auf eine weitere, gemeinsame und vor allem gesunde Zukunft mit Ihnen. Bleiben Sie bitte alle gesund und zuversichtlich. Das wünsche ich Ihnen allen von Herzen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein
Gesegnetes Weihnachten und gutes neues Jahr.

Herzliche Grüße im Namen des Vorstands
Kirsten Simon
Vorsitzende
Lebenshilfe Aschaffenburg e.V.