Bedingt durch Corona wurde die Verleihung auf den Herbst verschoben und fand am Freitag 09.10.2020 in einem kleinen, feierlichen Rahmen in der Herbert-Neumeyer-Lounge statt. Oberbürgermeister Jürgen Herzing begrüßte die Preisträger und die anwesenden Stadträte und Gäste. In einem kleinen feierlichen Rahmen, untermalt durch die Musik von Sebastian Bogensperger, wurde der Preis an die Maria-Ward-Schule (Laudatio Bürgermeisterin Jessica Euler) sowie an den Bereich Freizeit, Begegnung, Bildung der Offenen Hilfen (Laudatio Oberbürgermeister Jürgen Herzing) verliehen.

Auszug aus der Präambel zur Agenda21:
„In der Agenda21 werden die dringlichsten Fragen von heute angesprochen, während gleichzeitig versucht wird, die Welt auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten. Die Agenda21 ist Ausdruck eines globalen Konsenses und einer politischen Verpflichtung auf höchster Ebene zur Zusammenarbeit im Bereich von Entwicklung und Umwelt.“

Die Agenda21 wurde 1992 im Rahmen der Umwelt- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen als Aktionsprogramm in Rio de Janeiro von über 170 Staaten unterzeichnet. Mit diesem Programm wurden für alle Staaten detaillierte Handlungsaufträge für alle wesentlichen Bereiche der Umwelt-, Sozial-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik beschlossen.
Zur Erreichung der ehrgeizigen Entwicklungsziele soll z. B. bis zum Jahr 2015 die Zahl der Menschen, die in extremer Armut (weniger als 1 $/Tag) leben, halbiert werden. Das fordert die Zusammenarbeit aller politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche.

Die Lebenshilfe Aschaffenburg e.V. hat den Preis für ihre erfolgreiche Natur-Erleben Reihe verliehen bekommen. Ganzheitliches Natur-Erleben für Menschen mit und ohne Behinderung. Seit 2012 ein erfolgreiches Konzept der Lebenshilfe Aschaffenburg e.V. Die letzte inklusive Seminarreihe beschäftigte sich von Juli 2018 bis Oktober 2019 mit den 4 Elementen. Für Menschen mit Behinderung ist es keine Selbstverständlichkeit, an diesem Erfahrungs- und Erholungsraum beteiligt zu sein. Getragen vom Gedanken der Inklusion wollten wir in dieser Seminarreihe Methoden aufzeigen, wie wir gemeinsam mit Menschen mit Behinderung die Elemente, Feuer, Erde, Wasser und Luft erleben und „begreifen“ können. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Forum Schmerlenbach – Katholische Erwachsenbildung wurde einzelne Seminar abgehalten.

Selma Mattern (Heilpädagogin und Ehrenamtskoordinatorin) im Bereich Freizeit, Begegnung, Bildung nahm den Preis stellvertretend für den erkrankten Kollegen Heiko Knapp (Diplom-Sozialpädagoge) und Bernadette Goletzko (Heilerziehungspflegerin und Referentin) entgegen und dankte für die Laudatio des Oberbürgermeister Jürgen Herzing und machte noch einmal deutlich, was für Stärken und Fähigkeiten Menschen mit Behinderungen haben.

Im Rahmen der Natur-Erleben-Reihe wird bereits das vierte Heft veröffentlicht, um die erlebten Erfahrungen mit Worten und Bildern zu dokumentieren. Alle diese Hefte sind auf unserer Homepage einsehbar. https://www.lebenshilfe-aschaffenburg.de/fbb/freizeit