Die Mädchen und Jungen der Integrativen Kindertagesstätte Kunterbunt fasten. Allerdings verzichten sie nicht auf Essen, sondern auf Strom. Für ihr „Stromfasten“ identifizierten sie zunächst „Stromfresser“ in der Kindertagesstätte, um dann eine Woche lang ihren Stromverbrauch zu minimieren. Mit diesem Projekt haben es die Alzenauer Kinder nun geschafft, die bayernweite Auszeichnung „Es funktioniert?!“ von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 zu gewinnen. Den Preis, unter anderem 1.000 Euro für die Kita-Kasse, haben sie heute entgegengenommen. Außerdem gab es eine Plakette zum Aufhängen, die die Kindertagesstätte Kunterbunt der Lebenshilfe Aschaffenburg als technikaffin ausweist, sowie Urkunden und kleine Geschenke für die Nachwuchsforscher. Drei Monate lang haben die Kinder geforscht und getüftelt, Überlegungen angestellt und geplant. In Kooperation mit der städtischen Bibliothek eigneten sich die Kinder solide Grundkenntnisse zur Elektrizität an und führten kleine Experimente zum Stromkreislauf durch. Zudem tüftelten sie an Behelfsstrategien für ein Leben ganz ohne Strom. Das Team und die Leitung Anja Skalitz haben das Vorgehen der Kinder dokumentiert und begleitet. Aus bayernweit 22 eingesendeten Projekten wählte die Jury aus Pädagogen, Wirtschaftsvertretern und Bildungsexperten dann die Alzenauer Kindertagesstätte Kunterbunt in Unterfranken als Gewinner aus. Den Juroren gefielen vor allem die kluge Schwerpunktsetzung beim großen Thema „Strom“ sowie die kritische Auseinandersetzung damit. Begeistert war die Jury zudem von der Nachhaltigkeit des Projekts: Die Erfahrungen, die die Kinder beim „Stromfasten“ gemacht haben, können sie im Alltag gut umsetzen und in Zukunft Energie sparen.